Schafe

wusstet Ihr, dass:

  • Schafe, zusammen mit den Ziegen, die ältesten Wirtschaftstiere des Menschen sind?
  • sie aus erstmals vor etwa 11.000 Jahren aus dem Mufflon domestiziert wurden?
  • man schon in bronzezeitlichen Beständen auch „Vierhornschafe“ fand, ein bekannter heutiger Vertreter mit vier Hörnern ist das „Jakobsschaf„.  
    Bildquelle: The Spinners book of fleece
     
  • ein „Milchlamm“ nicht unbedingt Milch gibt, sondern ein junges Schaf bezeichnet: mindestens acht Wochen alt, aber nicht älter als sechs Monate.
  • ein „Hammel“ das männliche, kastrierte! über ein Jahr alte Tier bezeichnet, das nicht-kastrierte männliche dagegen „Bock“ heißt?
  • in Deutschland etwa 1,6 Mio. Schafe gehalten werden, darunter etwa 10.700 Milchschafe, der Schwerpunkt aber eindeutig die Produktion von Lammfleisch ist?
  • die Schafrassen deshalb in „Fleisch“- und „Milchschafe“, sowie „Woll“-und „Land“-Schafe unterteilt werden? (Letztere sind in der Landschaftspflege eingesetzt.)
  • die Wollproduktion in Deutschland heute leider kaum noch Bedeutung hat? Die Weltmarktpreise für Wolle liegen unter den Produktionskosten, die hier verkaufte Wolle stammt großteils aus Australien, auch ist das Merinoschaf deshalb das größte Wollgeber-Schaf.
  • dass Haarschafe wie das Kamerunschaf mehr an Bedeutung für die Wollindustrie gewinnen, weil diese im Gegensatz zu den Wollschafen nicht geschoren werden müssen?
  • Australien immer noch mit Mulesing arbeitet und deshalb Merinoschafe besonders arg unter den Massenproduktionsbedingungen leiden?
  • dass es aber noch viele andere „Sauereien“ in der Wollproduktion gibt, die sich nicht nur auf das Schaf gesundheitsgefährdend auswirken? Stichwort „sheep dipping
  • dass viele Schafrassen vom Aussterben bedroht sind? Hier gibt es eine Liste.
  • dass das leider auch für die Schafe in meiner unmittelbaren Nachbarschaft gilt, denn, wie ich dank einer netten Blogleserin jetzt weiß, sind es Coburger Fuchsschafe, die wegen Fleisch wie Wolle gezüchtet werden, neuerdings aber auch als Landschaftspfleger brillieren… 
  • und dass echte unbehandelte Schafwolle richtig gut riecht? Eine ganz tolle Sache, die ich sehr genieße, seid ich mit dem Spinnen angefangen habe, denn vorher kannte ich den Schaf-Duft auch nicht wirklich, in Industriewolle ist er leider nicht mehr feststellbar:-(
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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Nadja sagt:

    Ich habe vor nicht all zu langer Zeit eine Strickjacke aus 100% Schurwolle gestrickt (gekauft bei schaf-im-schrank.de), ich glaube es war auch Wolle vom Coburger Fuchsschaf und ich schnüffel total gerne an ihr. Mein Mann macht immer Witze darüber, wenn ich die Jacke an habe, dass ich aufpassen soll, dass mich die Hunde des hiesigen Schäfers nicht zur Herde zurücktreiben wollen. 😉

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    1. strickspleen sagt:

      Hihi…jedenfalls schön, dass es noch mehr StrickerInnen gibt, die den Geruch mögen.

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