Rewe schafft die Plastiktüte ab…und ich nähe Beutel

…allerdings nicht, um bei Rewe einzukaufen, sondern um „Material“ für einen (- endlich auch in Mainz möglichen -) Einkauf in einem „Unverpackt-Laden“ zu haben, ein Konzept, das ich einfach sinnvoll finde, denn angesichts der Plastikpartikel, die sich u.a. dank unserer Hausmüllberge längst schon in der Nahrungskette finden, habe ich mir noch’mal vorgenommen meinen Gelben-Sack-Inhalt weitmöglichst zu minimieren und solche Einkaufsmöglichkeiten stärker zu nutzen. Und auch im konventionellen Supermarkt auf die immer noch (leider) kostenlosen Plastiktütchen in der Gemüseabteilung zu verzichten.

Und außerdem fällt es mir auch schwer, Stoffe zu entsorgen, selbst wenn sie alt und fleckig sind, denn manche Teile schreien schon nach „aus mir kann noch was Schickes werden, man muss mich nur richtig upcyceln“ – auch so eine von den Sachen, die ich immer schon viel öfter machen wollte, als ich es gemeinhin tue.


So durfte meine alte Garten-Tischdecke aus BW herhalten (vllt. erkennt jmd. das „Tschibo-Modell“), sie hat rundum eine gelbzackige, noch weitestgehend unbeschädigte Bordüre, während der weiße Mittelteil einige Kaffee-, Fett-und Obstflecken hat, die auch mit dem besten Waschmittel nicht mehr zu entfernen sind – als Futter von links aber gar nicht mehr zu sehen;-)…und auch ein altes Herrenhemd macht sich als kariertes Futterstöffchen sehr nett.

Dabei: in erster Linie geht es mir weder um die Herstellung von dauerhaften Einkaufsbeuteln oder um die Müllverwertung, sondern, ehrlich gesagt, um Spaß, nach langer Pause wieder zu nähen, und wenn man dann noch was sinnvoll weiter verwenden kann, umso besser! Solche Beutelchen nähe ich inzwischen immer wieder, denn sie lassen sich für so vieles gebrauchen, ob Säckchen für Maschenmarkierer, Sicherheitsnadeln, Projektbeutel, Lavendelsäckchen, Geschenkebeutel statt Verpackung u.v.m.

Und schöne Übungsprojekte für das Kennenlernen der eigenen Nähmaschine sind sie auch, für Anfänger würde ich durchaus massenhaftes Nähen von gefütterten Beuteln verschiedener Größe empfehlen, auch gut: aus verschiedenem Material. Da kann man schon ein paar Erfahrungen sammeln, die man später gebrauchen kann. Denn natürlich habe ich jede Menge anderer Pläne auf der ewigen Tapetenrolle. Aber praktisch brauchte ich gerade ein paar einfache Beutel, deshalb…

Allerdings war ich kürzlich auch in Berlin und habe mir bei Smilla und auch bei Stoff & Stil einige Stöffchen eingekauft…sooo schön in meinen Augen, dass ich dringend Nähübung brauche, um sie auch gut weiterverarbeiten zu können, hoffentlich bald! Und war dort in einer Fotoausstellung (Inherit the dust von Nick Brandt, Camera Work, Kantstr./ Hinterhof, bis 9.7.2016), die einem bzgl. der Plastiktütenproblematik & dem Müll überhaupt auch einige Denkaufgaben gibt, insofern…werde ich noch weitere Beutel nähen, aus Altstoff, wo’s geht.

 Nick Brandt- Inherit the dust/ Wasteland ….

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  1. Wunderbare Momente, die Fotos erfassen wurde!

    Herzliche Grüsse
    Irina von https://nahtlosstricken-dasbuch.blogspot.de

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