Nachgereicht: Der Resteverwertungs-Schal

Ehe ich wieder, wie letztes Jahr, die Hälfte (hier einzustellen) vergesse, poste ich heute schnell ein Bild von meinem „ZigZag-Scarf„, der nicht, wie in der Originalversion vorgesehen, aus zwei Farbverlaufsgarnen, sondern komplett aus Wollresten (in Sockenwollstärke) gestrickt ist: 


Die Fäden wurden dazu verknotet, der erste Praxistest, ob das wohl hält (Ich war eher skeptisch), ist schon bestanden – gleich beim ersten Spazierentragen bin ich sogar mit dem Schal hängengeblieben und musste ziemlich feste dran ziehen, um ihn zu lösen…trotzdem kein Loch, auch nicht an den „Bruchstellen“, das hat mich schon sehr beruhigt. 
Und: es hat ausgesprochen Spaß gemacht, das Teil zu stricken, denn wie die Farben miteinander wirken, ist oft eine Überraschung, und manchmal kann man dann gar nicht aufhören, weil man unbedingt beobachten will, wie sich die nächste Farbe einfügt. 

Dazu: man kann auf diese Weise wirklich allerkleinste Reste mitverbrauchen. (Auch wenn ich an dieser Stelle keinen Garantievertrag ausstelle – nachknoten bitte immer auf eigene Gefahr!) Und verschiedene Farbkonzepte ausprobieren. Teilweise habe ich mir zum Beispiel die Fäden vorher schon zu einem kleinen Knäuel gerollt, so dass ich beim Abstricken dann selber überrascht war, was als nächste Farbe kommt. Nicht immer war dabei der nächstfolgende Farbton auch der bestpassende, obwohl das beim Aufwickeln noch so ausgesehen hatte-allein das fand ich einfach spannend zu sehen!

Es ist jedenfalls ein echtes „Happy-Projekt“, und passt mit den bunten Farben super zu den ersten Frühlingsstrahlen.

Warum ich trotzdem monatelang bis zur Fertigstellung gebraucht habe, hat, abgesehen von diversen anderen Wip’s, leider auch damit zu tun, dass ich etwas kränkele. Beziehungsweise sich meine Gliedmassen einfach gerade mal hartnäckig dem DIY-Hobby verweigern. Füße, Arme und Knie sind in den Streik getreten ist, und wie das so ist, merkt man erst dann, wozu man die jeweils alles braucht. Für fast alles nämlich. Nicht nur ärgerlich, was die vielen geplanten Projekte angeht, sondern vor allem auch psychisch für mich gar nicht leicht zu ertragen. Mir fehlt einfach was! Aber Jammern nützt nichts, ich werde mich in Geduld üben müssen. Und mich von der Gewohnheit täglich „hand“-zu-arbeiten mal etwas lösen müssen. Denn „ich stricke, also bin ich“ klingt zwar ganz nett, aber kanns ja auch nicht wirklich sein. In diesem Sinne: Schöne (nadelfreie) Tage!

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Die Spinne sagt:

    Dieser Schal gefällt mir richtig gut! Ich habe ihn schon seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste. Danke für den Hinweis auf die Knotentechnik, das erleichtert die Sache sehr.
    Ich wünsche dir baldige Gliedmaßenerholung!

    Gefällt mir

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